Ein Kommentar zum Kommentar der Authentizität. Zur koreanischen Übersetzung der Lebensläufe von Alexander Kluge
Verfolgt ein Übersetzer den Zweck, einen Originaltext seinen fremdkulturellen Lesern authentisch zu übermitteln, muss er diverse Inter- und Kontexte der Sätze, Zitate und Geschichten aufspüren. Dabei justiert er, wie weit der Zusammenhang dem Wissen, den Vorstellungen und den Forschungen der Leser ü...
Enregistré dans:
| Udgivet i: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| Hovedforfatter: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Sprog: | Allemand |
| Udgivet: |
Cahiers d’études germaniques
2017
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| Fag: | |
| Online adgang: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Summary: | Verfolgt ein Übersetzer den Zweck, einen Originaltext seinen fremdkulturellen Lesern authentisch zu übermitteln, muss er diverse Inter- und Kontexte der Sätze, Zitate und Geschichten aufspüren. Dabei justiert er, wie weit der Zusammenhang dem Wissen, den Vorstellungen und den Forschungen der Leser überlassen werden soll. Der Übersetzer gerät in eine ähnliche Situation wie der Verfasser des Textes und die Übersetzung wird in dem Sinne zu einer Art politischer Fragestellung. Bei Alexander Kluge fließen oft die Stimmen von Autoren, Erzählern, und Figuren ineinander, was die Übersetzung besonders schwierig macht. Daraus erfolgen zwangsläufig die Veränderung des Textes und die Selbstteilung des Übersetzers in einen Transkribisten, Interpreten und Kommentator. Wenn man die kooperative Autorschaft Kluges auf die Übersetzung anwendet, kann man die Bildungsidee von A. Kluge, nämlich den „engagierten Pluralismus“, auch als die Aufgabe des Übersetzers verstehen. |
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