De l’apparition fantomatique à la résurrection glorieuse : les divers visages de la mort dans les Méditations dans un cimetière d’Andreas Gryphius

In den 1657 veröffentlichten Kirchhofsgedanken veranschaulicht der Barockdichter Andreas Gryphius durch die Evokation von aus ihren Gräbern unverhofft auferstandenen Leichen, die zerstörerische Macht des Todes jenseits des persönlichen Sterbens. Die Originalität dieser Darstellung ist weniger auf da...

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Spremljeno u:
Bibliografski detalji
Izdano u:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Glavni autor: Iehl, Yves
Format: Article ou chapitre numérique
Jezik:Français
Izdano: Cahiers d’études germaniques 2020
Teme:
Online pristup:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Opis
Sažetak:In den 1657 veröffentlichten Kirchhofsgedanken veranschaulicht der Barockdichter Andreas Gryphius durch die Evokation von aus ihren Gräbern unverhofft auferstandenen Leichen, die zerstörerische Macht des Todes jenseits des persönlichen Sterbens. Die Originalität dieser Darstellung ist weniger auf das fantastische Phänomen der Gespenstererscheinung zurückzuführen – die Totentanzthematik war im Barockzeitalter recht geläufig -, als auf die Beschreibung des Wirkungen von Verwesung und Tod, deren unwiderstehliche Zersetzung ein Schwindelgefühl zu erwecken vermag. Die durch ihre Intensität und Originalität auffallende fantastische Dimension des Textes hat dennoch nichts mit Säkularisierung zu tun. Diese Vision des weiterwirkenden Todes ist nur das Gegenbild der Evokation der Wiederauferstehung der Toten am Jüngsten Tag am Ende dieses langen Gedichts, und sie wird hiermit zum Werkzeug einer Darlegung der göttlichen Allmacht.