Du Hosenteufel au Teutsch-Frantzösischer Alamode-Teuffel : le diable et la mode en Allemagne (XVIe-XVIIe siècle)

Vor allem in der 2. Hälfte des 16. Jhs. wurden in den protestantischen Territorien Deutschlands zahlreiche Teufelbücher veröffentlicht, d. h. Erbauungsschriften, die das Wirken eines „Spezialteufels“ entlarven. So erschien der „Mode-Teufel“.In seinem Hosenteufel wettert Andreas Musculus gegen das Tr...

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Auteur principal: Schillinger, Jean
Format: Article ou chapitre numérique
Langue:Français
Publié: Cahiers d’études germaniques 2020
Sujets:
Accès en ligne:Accès Université d'Orléans et IFPM
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Description
Résumé:Vor allem in der 2. Hälfte des 16. Jhs. wurden in den protestantischen Territorien Deutschlands zahlreiche Teufelbücher veröffentlicht, d. h. Erbauungsschriften, die das Wirken eines „Spezialteufels“ entlarven. So erschien der „Mode-Teufel“.In seinem Hosenteufel wettert Andreas Musculus gegen das Tragen von Plunderhosen, das dafür ein Zeichen sei, daß die Menschen unter den Einfluß des Teufels gelangt seien, und sich von Gott abgewendet hätten, der sie dafür strafen wird.Im 17. Jh. verleiht die Literatur der „Alamode-Kritik“ (Ellinger, Hartmann) der Verteufelung der Moden neue Funktionen: Moden erscheinen als ein vom Teufel eingesetztes Mittel, um die göttliche Ordnung, die sich in der Ehe und in der Gesellschaft kund tut, zu vernichten.Die franzosenfeindlichen Flugschriften der 2. Hälfte des 17. Jhs. stellen oft eine Beziehung her zwischen dem Teufel und den Franzosen als Erfinder neuer Moden, die dazu angetan seien, Deutschland um die Tugenden (Einfachheit, Ehrlichkeit) zu bringen, die seine moralische Überlegenheit begründen.