Au diable le nihilisme ! Lenau, Méphistophélès et le dépassement du “mal du siècle”

Ausgehend von der These, dass die Religion als sinnstiftende Kraft im Leben nicht mehr ausreicht, untersucht Lenau in seinem Faust verschiedene philosophische Strömungen und wirft Fragen zu Gott, dem Glauben und der Position des Menschen und der Kunst in Welt und Gesellschaft auf. Das daraus resulti...

Celý popis

Uloženo v:
Podrobná bibliografie
Vydáno v:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Hlavní autor: Paul, Claude
Médium: Article ou chapitre numérique
Jazyk:Français
Vydáno: Cahiers d’études germaniques 2020
Témata:
On-line přístup:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Popis
Shrnutí:Ausgehend von der These, dass die Religion als sinnstiftende Kraft im Leben nicht mehr ausreicht, untersucht Lenau in seinem Faust verschiedene philosophische Strömungen und wirft Fragen zu Gott, dem Glauben und der Position des Menschen und der Kunst in Welt und Gesellschaft auf. Das daraus resultierende Menschenbild scheint zunächst die grundsätzliche Unvereinbarkeit von menschlichem Streben und faktischen Lebensbedingungen zu bekräftigen. Doch dieses Bild ist der Teufelsfigur des Werkes geschuldet: Mephistopheles will weniger Faust als vielmehr den Leser in den Bann seiner trügerischen Rhetorik ziehen. Dabei ist er gleichsam Triebkraft der Fiktion, Vermittler zwischen Leser und Diegese, der Sokrates einer perfiden Mäeutik oder sogar Drehbuchautor und Regisseur eines grausamen Schauspieles. Sein Projekt wendet sich schließlich gegen ihn selbst: es bringt die Überkommenheit des Nihilismus’ ans Licht und trägt zur Bewältigung des Weltschmerzes bei, der die Generation Lenaus quält.