Zwitter, Buckliger und Grimassenmensch – abweichende Körperlichkeit bei Johann Wolfgang von Goethe und Victor Hugo (Wilhelm Meisters Lehrjahre, Notre-Dame de Paris, L’Homme qui rit)
Deutsche Klassik und französische Romantik weichen in der theoretischen Reflexion und der literarischen Gestaltung des Monströsen erheblich voneinander ab: während das Pathologische und Disproportionierte Mignons in Goethes Roman Wilhelm Meisters Lehrjahre zuletzt, nachdem alle Versuche der Integrat...
محفوظ في:
| الحاوية / القاعدة: | URI:https://journals.openedition.org/ceg, |
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| المؤلف الرئيسي: | |
| التنسيق: | Article ou chapitre numérique |
| اللغة: | Allemand |
| منشور في: |
Cahiers d’études germaniques
2020
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| الموضوعات: | |
| الوصول للمادة أونلاين: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| الملخص: | Deutsche Klassik und französische Romantik weichen in der theoretischen Reflexion und der literarischen Gestaltung des Monströsen erheblich voneinander ab: während das Pathologische und Disproportionierte Mignons in Goethes Roman Wilhelm Meisters Lehrjahre zuletzt, nachdem alle Versuche der Integration gescheitert sind, Gegenstand einer mortifizierenden Strategie wird, die für ihre eliminatorische Energie mit einem Akt der Musealisierung gleichsam Abbitte leistet, stellen sich die beiden Romane Hugos (Notre-Dame de Paris und L’Homme qui rit) auf die Seite ihrer monströsen Gestalten, des Glöckners Quasimodo und des Grimassenmenschen Gwynplaine, und fragen nach den aporetischen Voraussetzungen einer Normalität, die zwingend des Abweichenden und seiner Beseitigung zu ihrer Selbstverständigung bedarf. Diesen unterschiedlichen Voraussetzungen entsprechen unterschiedliche Narrationen: die kühle und geschmeidige Diktion Goethes zeigt melancholische Resignation angesichts des Unausweichlichen, Hugos Roman hingegen zieht alle Register einer grotesken Poetik, um dem Monströsen eine Stimme zu verleihen. |
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