Rebecca Horn, corps sous tension

Ziel dieses Artikels ist es, den Zusammenhang vom Werk Rebecca Horns – von den Performances der 1970er Jahre bis zu den kinetischen Skulpturen, die sie seit den 1990er Jahren schafft – ans Licht zu bringen. Zwar wird der menschliche Körper durch Maschinen ersetzt, doch diese beiden Phasen von Horns...

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Dans:URI:https://journals.openedition.org/ceg,
Auteur principal: Barbisan, Léa
Format: Article ou chapitre numérique
Langue:Français
Publié: Cahiers d’études germaniques 2020
Sujets:
Accès en ligne:Accès Université d'Orléans et IFPM
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Description
Résumé:Ziel dieses Artikels ist es, den Zusammenhang vom Werk Rebecca Horns – von den Performances der 1970er Jahre bis zu den kinetischen Skulpturen, die sie seit den 1990er Jahren schafft – ans Licht zu bringen. Zwar wird der menschliche Körper durch Maschinen ersetzt, doch diese beiden Phasen von Horns Arbeit sind eng miteinander verbunden: Die Performances, in denen sich die Künstlerin auf einfache und monotone, oft unbeherrschte Gesten beschränkte, stellten schon die Grenze zwischen den menschlichen, tierischen und mechanischen Bewegungen in Frage. Durch den Verzicht auf die präzisen, für den menschlichen Körper charakteristischen Ausdrucksfähigkeiten und auf die Interaktionsmöglichkeiten, die üblicherweise die schöpferische Arbeit im Tanz und im Theater determinieren, macht Horn in ihren Performances wie in ihren kinetischen Skulpturen eine körperliche Dynamik sichtbar, der das Triebleben entspringt – eine Dynamik, die die Grenze zwischen der lebendigen und der mechanischen Bewegung undeutlich werden lässt. Durch diese Neubewertung der körperlichen Spontaneität wird ihr Werk Teil einer ‚abweichenden‘ ästhetischen Tradition, die Kleist mit seinem Aufsatz Über das Marionettentheater initiierte.