Raoul Schrott als „poeta doctus“
Der Beitrag nimmt Raoul Schrotts Autorposition als „poeta doctus“ vor dem Hintergrund der heutigen Wissensgesellschaft in den Blick. Dabei werden die Wahlverwandtschaften zwischen Autorschaft und Literaturwissenschaft in ihren jeweiligen Verhältnissen zu „Wissen“ und „Erkenntnis“ diskutiert und die...
Kaydedildi:
| Yayımlandı: | URI:https://journals.openedition.org/austriaca, |
|---|---|
| Yazar: | |
| Materyal Türü: | Article ou chapitre numérique |
| Baskı/Yayın Bilgisi: |
Austriaca
2026
|
| Konular: | |
| Online Erişim: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Özet: | Der Beitrag nimmt Raoul Schrotts Autorposition als „poeta doctus“ vor dem Hintergrund der heutigen Wissensgesellschaft in den Blick. Dabei werden die Wahlverwandtschaften zwischen Autorschaft und Literaturwissenschaft in ihren jeweiligen Verhältnissen zu „Wissen“ und „Erkenntnis“ diskutiert und die Annäherungen zwischen dem literarischen Feld und dem Feld der (Literatur-)Wissenschaft, wie sie sich in der Zunahme von Poetikprofessuren widerspiegeln, fokussiert. In einem zweiten Schritt wird gezeigt, dass die paratextuellen, poetologischen Texte von Schrott zwar aus einer Dynamik des literarischen Lebens entstehen, diese aber hin zu einer Selbstphilologie und einer – naturwissenschaftlich gestützten – Auktorialität übersteigen. Die dadurch entstehende ›Übersicht‹ über die Formen der kreativen Wirklichkeitskonstruktion, die sich in Gehirn und Gedicht (2011) mit den Wissensformen der Neuropsychologie verbindet, beruht im Kern auf einer Poetik der Metaphorik, die sich gegenüber Durs Grünbein einerseits und Franz Josef Czernins Kritik andererseits abgrenzt. |
|---|