Sprechen – Rede – Sprache? Anmerkungen zu Le Parler de la musique von Jacques Bouveresse
Als musikalische „summa“ von Jacques Bouveresse bezeichnete ein französischer Musikkritiker im Jahr 2022 die drei zwischen 2017 und 2020 in den „Éditions L’Improviste“ erschienenen Bände Le Parler de la musique. Ausgehend von Reflexionen über das Verhältnis von Musik und Sprache aus philosophischer...
Zapisane w:
| Wydane w: | URI:https://journals.openedition.org/austriaca, |
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| 1. autor: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Język: | Allemand |
| Wydane: |
Austriaca
2025
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| Hasła przedmiotowe: | |
| Dostęp online: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Streszczenie: | Als musikalische „summa“ von Jacques Bouveresse bezeichnete ein französischer Musikkritiker im Jahr 2022 die drei zwischen 2017 und 2020 in den „Éditions L’Improviste“ erschienenen Bände Le Parler de la musique. Ausgehend von Reflexionen über das Verhältnis von Musik und Sprache aus philosophischer Sicht interessiert Bouveresse sich hier für die musikästhetischen Kontroversen in Deutschland und Österreich im Spannungsfeld des ab Mitte des 19. Jahrhunderts ausgetragenen „musikalischen Bürgerkriegs“ zwischen Brahmsianern und Wagnerianern, der nach dem Gang ins Exil wichtiger Protagonisten ab den 1930er Jahren auch in den USA und in Großbritannien musiktheoretische Bedeutsamkeit erlangte. In dem Zusammenhang stellt er Nietzsches philosophisch-musikalischen Entwicklungsgang dar, der wesentliche Impulse aus dessen spannungsreichem Verhältnis zu Richard Wagner empfing und greift Ludwig Wittgensteins Aussagen zur Musik auf. Dabei geht er im zweiten Band seines Triptychons ausführlich auf die bedeutsame Rolle der Familie Wittgenstein im Musikleben der Habsburgermonarchie ein und kommentiert im dritten Band nicht zuletzt über seine Analyse von Nietzsches Fall Wagner Wittgensteins musikalischen Konservativismus, wobei er unterstreicht, dass Nietzsche und Wittgenstein bei all ihren biographischen und ethischen Differenzen davon überzeugt waren, dass es eine wahre und eine falsche Musik gebe. Dieser Beitrag bietet eine komprimierte Zusammenschau der von Jacques Bouveresse in den drei Bänden angestellten Analysen und Überlegungen. |
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