Der Naturalismus in Österreich-Ungarn… Ein „mährischer“ Naturalismus?
Erst seit kurzem gibt es Versuche, den Naturalismus, der in der Literaturgeschichtsschreibung bisher ein Randphänomen war, als eigenständige Epoche der österreichischen Literatur zu etablieren. Zumeist wurden thematische und wirkungsgeschichtliche Parallelen zwischen dem deutschen Naturalismus und d...
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| Auteur principal: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Langue: | Allemand |
| Publié: |
Austriaca
2020
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| Sujets: | |
| Accès en ligne: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Résumé: | Erst seit kurzem gibt es Versuche, den Naturalismus, der in der Literaturgeschichtsschreibung bisher ein Randphänomen war, als eigenständige Epoche der österreichischen Literatur zu etablieren. Zumeist wurden thematische und wirkungsgeschichtliche Parallelen zwischen dem deutschen Naturalismus und dem österreichischem Spätrealismus (u.a. Ludwig Anzengruber, Marie von Ebner-Eschenbach oder Ferdinand von Saar) gezogen. Auch fand die Zeitschrift Moderne Dichtung in Brünn, die ursprünglich ein naturalistisches Programm verfolgte, nur als Keimzelle der Wiener Moderne Anerkennung. Der Beitrag zeigt hingegen, dass der Naturalismus in den Böhmischen Ländern eine virulente Strömung war, die sich kritisch mit den poetischen Vorgaben aus Deutschland auseinandersetzte. Durch die Anpassungen an die kulturellen Bedingungen der Region bildete sich eine Variante des naturalistischen Diskurses heraus, die es erlaubt, einen dezidiert österreichischen Naturalismus zu konstatieren. |
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