Von der „Wirklichkeit der Strasse“ zur „Wirklichkeit der Seele“. Hermann Bahrs Beitrag zur modernen österreichischen Literatur
Der Beitrag beschäftigt sich mit den theoretischen Überlegungen, die der österreichische Dramatiker und Literaturkritiker Hermann Bahr in einer Reihe von Aufsätzen für die literarischen Zeitschriften seiner Zeit entwickelte. Der Fokus richtet sich dabei insbesondere auf den Begriff der „Überwindung...
محفوظ في:
| الحاوية / القاعدة: | URI:https://journals.openedition.org/austriaca, |
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| المؤلف الرئيسي: | |
| التنسيق: | Article ou chapitre numérique |
| اللغة: | Allemand |
| منشور في: |
Austriaca
2020
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| الموضوعات: | |
| الوصول للمادة أونلاين: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| الملخص: | Der Beitrag beschäftigt sich mit den theoretischen Überlegungen, die der österreichische Dramatiker und Literaturkritiker Hermann Bahr in einer Reihe von Aufsätzen für die literarischen Zeitschriften seiner Zeit entwickelte. Der Fokus richtet sich dabei insbesondere auf den Begriff der „Überwindung des Naturalismus“, der in dem von Bahr 1891 veröffentlichten gleichnamigen Aufsatz konkrete Formen annimmt. Ausgehend von einer Bestimmung der historisch-literarischen Koordinaten wird Bahrs intellektuelles Verfahren in Bezug gesetzt zu den literarischen Tendenzen sowie dem pulsierenden Kulturleben der Großstädte Berlin, Wien und Paris in den Jahren der Jahrhundertwende. Im Vergleich zu den literarischen Bewegungen der europäischen Moderne, vor allem dem französischen Naturalismus, eröffnet sich ihm die Vision einer Literatur der Zukunft auf der Basis eines Paradigmenwechsels. Die als dringlich empfundene Notwendigkeit einer „Überwindung“ des Bestehenden, die sich unter Rückgriff auf die Psychologie in der sog. Nervenkunst manifestieren soll, führt Bahr schließlich zusammen mit dem entschiedenen Engagement für das Projekt einer österreichischen Nationalliteratur von europäischer Bedeutung. |
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