Narrative Transgressionen in Handkes Jugoslawien-Komplex

Der Krieg im postjugoslawischen Raum verstärkt den Graben zwischen den Postmodernisten, welche sich auf die Art und Weise der Berichterstattung konzentrieren, und der Gegengruppe, welche dagegen die Verschränkung von Bericht und Realität in Anschlag bringt. Im literaturwissenschaftlichen Diskurs übe...

Täydet tiedot

Tallennettuna:
Bibliografiset tiedot
Julkaisussa:URI:https://journals.openedition.org/austriaca,
Päätekijä: Previšić, Boris
Aineistotyyppi: Article ou chapitre numérique
Kieli:Allemand
Julkaistu: Austriaca 2022
Aiheet:
Linkit:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
Kuvaus
Yhteenveto:Der Krieg im postjugoslawischen Raum verstärkt den Graben zwischen den Postmodernisten, welche sich auf die Art und Weise der Berichterstattung konzentrieren, und der Gegengruppe, welche dagegen die Verschränkung von Bericht und Realität in Anschlag bringt. Im literaturwissenschaftlichen Diskurs über Peter Handke entsprechen sie einerseits der Gruppe, welche Textimmanenz einfordert, andererseits einer solchen, welche den historischen Rezeptionszusammenhang berücksichtigt. Doch bereits avant la lettre bewegt sich Handke in seinem literarischen Werk zwischen den beiden Gruppen, indem er die Unterscheidung zwischen literarischem Ich-Erzähler und biographischem Ich gezielt unterminiert – was der vorliegende Beitrag mit Genettes diegetischen Grenzziehung theoretisch erfasst, anhand des Romans Der Bildverlust (2002) und des Theaterstücks Immer noch Sturm (2010) einführt und anhand des Stücks zum Film vom Krieg (1999) veranschaulicht. Darum macht es nur Sinn, den Anspruch auf Werkimmanenz immer in der Weltimplikation zu sichten – besonders bei Handke.