Peter Handkes Nobelpreisrede im Werkzusammenhang

Die Reaktionen auf die Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Peter Handke verdienen nicht, Debatte oder Streit genannt zu werden; schon gar nicht ging es um eine Auseinandersetzung um Handkes Schreiben und die literarische Eigenart seines kaum noch überschaubaren Werks. Entsprechend dürftig f...

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מידע ביבליוגרפי
הוצא לאור ב:URI:https://journals.openedition.org/austriaca,
מחבר ראשי: Wagner, Karl
פורמט: Article ou chapitre numérique
שפה:Allemand
יצא לאור: Austriaca 2022
נושאים:
גישה מקוונת:Accès Université d'Orléans et IFPM
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סיכום:Die Reaktionen auf die Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Peter Handke verdienen nicht, Debatte oder Streit genannt zu werden; schon gar nicht ging es um eine Auseinandersetzung um Handkes Schreiben und die literarische Eigenart seines kaum noch überschaubaren Werks. Entsprechend dürftig fielen die Kommentare und Stellungnahmen zu seiner Nobelpreisrede aus. Dabei ist die Form dieser Rede als Texthybrid kennzeichnend für die Entwicklung von Handkes Werk, das, weit ausgreifend in weltliterarische wie vor- und subliterarische Traditionen, immer welthaltiger wird, indem es die Konturen einer bislang so (noch) nicht wahrgenommenen Welt umreißt. Das Wahrnehmen des „Fast-Nichts“ (Philippe Jaccottet) ist (s)eine Stärke, die aus der Fragilität kommt. Entsprechend unternimmt die folgende Analyse eine Mikrolektüre von Handkes Nobelpreisrede im Werkkontext.