Genie und Dämon
Stefan Zweigs Verfahren der „vergleichenden Typologie“ einzelner „heroischer Gestalten“ der Geistesgeschichte wird eingangs kurz erläutert. Hölderlin, Kleist und Nietzsche verkörpern dabei für Zweig den „Typus des vom Dämon hinabgerissenen Künstlers“, den er vor dem Hintergrund einer geistesgeschich...
Enregistré dans:
| Udgivet i: | URI:https://journals.openedition.org/austriaca, |
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| Hovedforfatter: | |
| Format: | Article ou chapitre numérique |
| Sprog: | Allemand |
| Udgivet: |
Austriaca
2022
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| Fag: | |
| Online adgang: | Accès Université d'Orléans et IFPM Accès Université d'Orléans et IFPM |
| Summary: | Stefan Zweigs Verfahren der „vergleichenden Typologie“ einzelner „heroischer Gestalten“ der Geistesgeschichte wird eingangs kurz erläutert. Hölderlin, Kleist und Nietzsche verkörpern dabei für Zweig den „Typus des vom Dämon hinabgerissenen Künstlers“, den er vor dem Hintergrund einer geistesgeschichtlich prekären Erneuerung des Genie-Paradigmas in der Moderne zu erfassen versucht, immer im Kontrast zur Gestalt Goethes. Vor dem Hintergrund zeitgenössischer Diskurse über den modernen poeta vates, das gefährdete Genie, die Verbindung zwischen Genie und Wahnsinn, Schöpfertum und Krankheit (von Cesare Lombroso über Thomas Mann bis zu Wilhelm Lange-Eichbaum und Gottfried Benn u.a.) werden Zweigs spezifische Deutungen des Lebens und Werks Hölderlins und Kleists dargestellt. |
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