„Jede Gefährdung wird zur Gnade“

Der Aufsatz untersucht drei frühe Texte von Stefan Zweig – den kurzen lyrischen Epos Brief eines deutschen Malers aus Italien (1908) sowie die Novellen Die Wunder des Lebens (1904) und Der Zwang (1920) – als Beispiele für dessen Reflexion über den Künstler, der sich in einer schöpferischen Krise bef...

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Uloženo v:
Podrobná bibliografie
Vydáno v:URI:https://journals.openedition.org/austriaca,
Hlavní autor: Larcati, Arturo
Médium: Article ou chapitre numérique
Jazyk:Allemand
Vydáno: Austriaca 2022
Témata:
On-line přístup:Accès Université d'Orléans et IFPM
Accès Université d'Orléans et IFPM
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Shrnutí:Der Aufsatz untersucht drei frühe Texte von Stefan Zweig – den kurzen lyrischen Epos Brief eines deutschen Malers aus Italien (1908) sowie die Novellen Die Wunder des Lebens (1904) und Der Zwang (1920) – als Beispiele für dessen Reflexion über den Künstler, der sich in einer schöpferischen Krise befindet und diese dann überwindet. In der Novelle Der Zwang steht zusammen mit der Krise der schöpferischen Kraft auch die Autonomie des Künstlers und die Legitimation seiner ganzen Existenz auf dem Spiel. Im Zuge seiner Auseinandersetzung mit dem Krisenmotiv entwickelt Stefan Zweig in den ersten beiden Texten eine Poetik des schaffenden Subjekts, in der sehr moderne Elemente zu erkennen sind. Im dritten Text verschränkt sich der Anspruch auf die ästhetische Entfaltung des Subjekts mit der Problematik der individuellen Freiheit im politischen Sinne. Die Dialektik von Krise und Krisenüberwindung prägt auch Zweigs Texte der zwanziger und dreißiger Jahre – wie zum Beispiel seinen Essay über Tolstoi in Drei Dichter ihres Lebens und die Sternstunde über Georg Friedrich Händel. Mit der Betonung des Spiels des Subjekts mit den eigenen Kräften und von dessen Disfunktionalität zur Gesellschaft entwickelt Zweig Ansätze, mit denen er sich an die transgressive Moderne annähert.