Aischylos : Interpretationen zum Verständnis seiner Theologie

Bei Aischylos (525/4-456/5 v.Chr.) hat die attische Tragödie von bescheidenen Anfängen zu ihrer Vollendung geführt. Man war gewohnt, den Dichter einen Theologen zu nennen, von seiner Zeus-Religion zu sprechen, bis Mitte der 50er Jahre sich das Bild mit den Angriffen der anglophonen Forschung verdüst...

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Auteur principal: Bees, Robert (Auteur)
Format: Livre numérique
Langue:Allemand
Publié: München : C.H.Beck 2014.
Marseille : OpenEdition
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Note: Notice rédigée d'après la consultation, 2017-01-25
Titre provenant de la page de titre du document électronique
La pagination de l'édition imprimée correspondante est de : 320 p.
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Edition sous un autre format:• Aischylos, Interpretationen zum Verständnis seiner Theologie, von Robert Bees, 2009, München, Verlag C.H. Beck, 1 vol. (320 p.), Zetemata, 978-3-406-58804-4
Description
Résumé:Bei Aischylos (525/4-456/5 v.Chr.) hat die attische Tragödie von bescheidenen Anfängen zu ihrer Vollendung geführt. Man war gewohnt, den Dichter einen Theologen zu nennen, von seiner Zeus-Religion zu sprechen, bis Mitte der 50er Jahre sich das Bild mit den Angriffen der anglophonen Forschung verdüsterte. Namentlich der Oxforder Gelehrte Hugh Lloyd-Jones hat Aischylos den Rang eines originellen theologischen Denkers abgesprochen, und dies mit bis heute anhaltender Wirkung. Robert Bees führt dagegen den Nachweis, daß hinter den sechs (unbestrittenen) Dramen ein persönlicher Glaube des Dichters steht, nach dem das Handeln des Zeus in allem gerecht ist: Symbolisiert im Wirken seiner Tochter Dike, die zur Erde geschickt wird, um den Willen des Vaters unter den Menschen durchzusetzen. Menschliches und göttliches Wollen, so die Überzeugung des Aischylos, müssen in eins zusammengehen, soll auf Erden Gerechtigkeit walten. Das Gute und Gerechte steht dem Bösen und Ungerechten gegenüber, und es ist Zeus, der beiden Seiten das Gebührende zuweist. Unter diesen Voraussetzungen ergeben sich neue Einsichten in alte Fragen, etwa die Opferung Iphigenies durch Agamemnon, welche nun nicht mehr als Verbrechen erscheint, sondern als einzig richtiges Handeln eines Feldherrn, der in göttlicher Mission gegen Troja zieht. Daß allein die Gerechtigkeit des Zeus entscheidend ist für das Handeln des Menschen, zeigt Bees in seiner Dramen-Interpretation, die auch Nichtfachleuten verständlich ist, da alles Griechische in Übersetzung vorgelegt wird. Beigegeben ist eine Interpretation des Prometheus Desmotes, der Aischylos fälschlich zugeschrieben wurde. Bees erhärtet die von ihm bereits 1993 begründete Unechtheit des Stückes nun von einer anderen Seite: die Ungerechtigkeit des Zeus, die in diesem Stück allenthalben zu Tage tritt, erscheint als bewußte Provokation eines unbekannten
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Bibliographie:Bibliogr. Notes bibliogr. Index
ISBN:9782821846401
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